Am 18. Mai 1955 folgten 18 Herren der Einladung des Zentraleuropäischen Sekretärs, Herrn Dr. Breitenbach aus Zürich, in den Kaiserhof, um sich über Lions unterrichten zu lassen. Sie beschlossen an diesem Abend, in Essen einen Lions-Club zu gründen, wohl wissend, dass seit fünf Jahren bereits ein Rotary Club in der Stadt bestand. Als Pate konnte nach einem längeren Suchprozess der Lions-Club Lyon-Doyen gewonnen werden. Die Charterfeier fand schließlich am...
...20. Oktober 1956 im Essener Hof mit 21 Mitgliedern statt. Die Lions-Idee wurde aktiv weitergegeben. Im Jahre 1960 wurde die Patenschaft für den Lions-Club Mühlheim/Ruhr übernommen. 1965 ging aus dem Lions-Club Essen der Lions-Club Essen-Werethina als zweiter Club in Essen hervor. Der bisherige Lions-Club Essen nannte sich seit diesem Zeitpunkt Lions-Club Essen Assindia. 1970 übernahm der Club gemeinsam mit Essen Werethina die Patenschaft für den Lions-Club Essen Ruhrtal und 1992 folgte schließlich gemeinsam mit Lyon Doyen die Gründung des Lions-Club Erfurt Thruingia. Als Pate hat Essen Assindia die Gründung und die Arbeit der Leo-Clubs Kettwiger Tor (ab 1978) und Zollverein (ab 2001) intensiv begleitet und unterstützt. In die Lionsorganisation haben sich Mitglieder des Club immer wieder eingebracht, und zwar als Zonen-Chairperson 11 Mal, als Region-Chairman 1 Mal, als Schatzmeister 3 Mal und als Governor 7 Mal.
Im Club-Archiv lassen sich inzwischen über 500 einzelne Activities nachweisen, deren Gesamtsumme im Geldwert bis heute über 900 TEuro erreicht. Nahezu die Hälfte der Mittel wurde verwendet für mildtätige Zwecke, die weitere Verwendung erstreckt sich auf die Jugendförderung, die Alten- und Behindertenpflege sowie die öffentliche Gesundheitspflege. In den letzten Jahren steht die Jugendförderung im Vordergrund.
Die Patenschaft des Lions-Club Lyon Doyen wurde von Anfang an auf beiden Seiten als eine Chance zur Pflege und zur Festigung der Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich verstanden. Sie wurde daher durch gegenseitige Besuche gefördert. 1987 wurde diese Beziehung förmlich durch den Austausch von Jumelage-Urkunden besiegelt. Seit 1998 ist in diese Jumelage auch Erfurt-Thuringia eingebunden. Da Lyon-Doyen schon seit langem auch noch eine Jumelage mit dem Club Milano-Host in Mailand pflegte, hatten unsere französischen Freunde immer wieder einmal angeregt, auch diesen Club in die Jumelage-Treffen einzubinden. Das Jahr 2010, in dem Essen als europäische Kulturhauptstand im Blickpunkt steht, bot den passenden Rahmen, um diesem Wunsch zu entsprechen. Alle zwei Jahre lädt künftig einer der vier Clubs zu einem Jumelage-Treffen ein. Als gemeinsame Activity wurde dabei schon neun Mal der Bau eines Brunnens in Mali für jeweils 10.000 € finanziert. Die ordnungsgemäße Durchführung dieser Projekte wird vom Damen-Lions-Club Melina in Bamako und von einem Mitglied von Essen Assindia auch in Mali überprüft.
Der Club ist seit seiner Gründung rasch gewachsen, zurzeit (Oktober 2010) gehören ihm 50 Mitglieder an.
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